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"Bagg Mas (englisch ausgesprochen: Bäg Mäs) - wos is denn des wieda fia a neimoderne Musi?!!" war die Reaktion einer Mutter und Bäuerin als sie die Vorankündigung für ein Fest mit uns als Musikgruppe im Holzkirchner Merkur las. Hier ist die Antwort.

Wir fünf jungen Musikanten aus Oberbayern, südlich von München, haben uns 2005 zusammengefunden, um uns der Oberkrainermusik zu widmen, auf die wir selbst so gerne tanzen.

Vom Musikalischen war es für uns Neuland, wir waren normal in der Marsch- und Blasmusikszene zuhause. Deshalb hieß es von Beginn an - proben, proben, proben. Unsere Örtlichkeit bekamen wir beim Wirt in Pienzenau zur Verfügung gestellt, wofür wir uns an dieser Stelle nochmals herzlich bedanken. Nach den ersten Proben stellten wir fest, dass Potenzial vorhanden war und so kamen nach einer gewissen Zeit schon die ersten Geschäfte auf uns zu. Anfangs hauptsächlich Geburtstage, dann kleinere Feiern und schließlich stand der erste große Auftritt an. Es war der Kurzauftritt beim Jungzüchterweinfest in der Oberlandhalle in Miesbach vor ca. 1500 Personen wofür wir den Schlossies, der eigentlichen Musikgruppe, und dem Jungzüchterverein noch heute danken. Ein gewaltiges Erlebnis stand vor der Tür. Und wir hatten noch nicht einmal einen Namen für unsere Kombo. Es waren schon Vorschläge da, aber keiner hatte das gewisse Etwas.

Bis wir dann in einer unserer Proben ein Stück spielen wollten und der Hubert den Ausruf "Bagg Ma´s" in die Runde warf. Und da kam uns die Idee. Das war unser Name. Er passte nicht nur wegen seiner Mehrdeutigkeit (bagg d´Maß,....), sondern auch wegen seines jugendlichen erfrischenden Ausdrucks perfekt zu uns und heißt soviel wie "Packen wir die Sache an".

Nun war auch das Problem mit dem Bandnamen geklärt und wir konnten uns voll und ganz der Probenarbeit widmen.  Bei den häufigen und oft ausdauernden Proben, übrigens schon bald im neuen Proberaum im Neukirchner Pfarrhaus, stand bei uns neben dem vielen Einstudieren von neuen Stücken, auch die Kameradschaft und das Gesellschaftliche von Anfang an mit auf dem Programm. So kam es schon mal vor, dass die Pause für eine kurze Billardrunde genutzt wurde oder die Probe mit dem Brotzeitmachen bei einem von uns zuhause abgerundet wurde.

Der viele Fleiß, den jeder Einzelne von uns an den Tag legte, war sicherlich die Grundlage für unsere erfolgreiche Einlage beim Jungzüchterweinfest. Der praktische Nebeneffekt war natürlich,  dass ca. 1500 Leute nun zumindest wussten, dass sich eine neue junge Oberkrainerformation im Oberland versuchte. So kamen immer mehr Auftritte hinzu und wir konnten im November 2005 beim Winterschui-Tanz in Neukirchen unseren ersten großen Tanzabend alleine bestreiten. Die Weichen für das Aufkommen der neuen Oberkrainergruppe im Oberland waren somit gestellt. Allen die uns dabei unterstützt haben, möchten wir herzlich "Dankscheen" sagen.

 

Im Weiteren könnt Ihr unsere Gründung noch in 5 teilweise spannenden Geschichten lesen.

Viel Spaß dabei.

 

 

(Hubert)

 

Es war am 31.12.2004 bei der Sylvesterparty am Auerberg als mich der Dionys fragte, ob ich Lust hätte bei einer Oberkrainergruppe mitzuspielen. Ich kannte den Dionys bis dahin nur vom Sehen auf Festen und vom Wirt z´Dilching, wo er an Festtagen seiner Oma beim Bierausschank half, weshalb ich mich wunderte, dass er mit seinem Anliegen zu mir kommt. Es stellte sich aber bald heraus, dass die Idee vom Hardl kam, der auch bei der Gruppe mitwirken sollte und den ich schon von der Realschul- und von der Berufschulzeit als meinen Banknachbarn bestens kannte. Wir haben die Handynummern ausgetauscht und kurz darauf stand der 1. Probentermin fest. Es war der unvergessliche 2. Februar 2005 als ich um ca. 19 Uhr mit meinem Opel Frontera–Jeep von Sollach aufbrach, um den Dionys in Neukirchen abzuholen und weiter zu einem Burschen namens Sepp zu fahren. Ich brauche Euch nicht erzählen, wie gespannt ich auf das war, was mich dort erwarten sollte. An dem Abend schneite es wie verrückt, sodass man kaum 50 Meter weit sehen konnte und das auf einer Strecke, die ich noch nie gefahren bin. So nahm das Unheil seinen Lauf. Zum Glück hatte ich aber den Dionys dabei, der all seine Jugendsünden zusammen mit dem besagten Sepp begangen hatte und mich deshalb auf der engen kurvigen Strecke gut navigierte. Zumindest bis zur drittletzten Kurve. Er sagte nur: „Do unt kimmt jetz na nomoi a Kurvn.“ Das war aber nicht irgendeine Kurve sondern eine fast 90-Grad-Biegung wie sich bald herausstellte. Ich versuchte natürlich zu bremsen, was aber bei spiegelglatter Fahrbahn unmöglich war. Infolge dessen rutschten wir mit viel Schwung in den 1,5m hohen Schneehaufen vom Schneepflug neben der Straße. Erstmal froh, dass wir standen, versuchte ich rückwärts wieder aus dem Graben zu kommen – ich hatte ja einen Jeep mit Allrad. Aber das war einfach zu gut eingeparkt, da half auch der Allrad nicht mehr. Als ich dann aussteigen wollte, merkte ich wieso es unmöglich war selbst wieder aus dem Schlamassel herauszukommen. Ich konnte meine Türe gar nicht öffnen, da der Schnee bis zum Fahrerfenster hochreichte. So standen wir nun und uns blieb nichts Anderes mehr übrig als der peinliche Anruf beim Seppi. Er und sein Vater zeigten sich sehr kooperativ und kamen mit dem Traktor, um uns vom Schnee zu befreien. Nach einer Viertelstunde hatten wir den Opel wieder auf der Straße und fuhren die letzten paar Meter bis zum Loher–Hof, - aber ganz langsam.

Dort angekommen genossen wir erst einmal eine halbe Bier und einen Schnaps zum Aufwärmen bevor sich dann noch weitere peinliche Angelegenheiten offenbarten.

 

 

 

(Hardl)

 

Da waren sich die zwei, der Seppi und der Dionys, sofort einig: Sie wollen eine Oberkrainer-Musikgruppe gründen.

Ich spiele nun seit ungefähr 5 Jahren mit den beiden in der Blaskapelle Agatharied zusammen. Aber das hat mich doch sehr überrascht. „Du bist als Klarinettist gesetzt“ – so waren in etwa Seppi´s Worte. Der hat sich gerade ein Oberkrainer-Bariton gekauft und Dionys spielt neben der Trompete auch Akkordeon, was ich bis dahin noch gar nicht wusste. Wir brauchen also nur noch einen Trompeter und einen Gitarristen. Trompeter? – da wäre doch der Hubert der richtige Mann. Mit ihm habe ich meine Berufschulzeit verbracht und wir sind gute Freunde. Ok!  - den fragen wir. Und Hubert sagt spontan ja. Somit wird an einem sehr schneereichen Winterabend 2005 eine Musikprobe beim Seppi angerichtet.

Ich muss aber erst noch Schneeräumen. Mit dem Traktor geht das ja recht flott. Jetzt hat es schon wieder 30 cm geschneit, teilweise liegt schon über einen Meter Schnee. Da kann man den Weg auch nur noch erahnen. Ich fahre wieder rückwärts. Fast fertig. Na toll – plötzlich rutscht der linke Hinterreifen eine Etage tiefer. `Wenn Traktor kippt, gut am Lenkrad festhalten. Nicht abspringen!` steht auf einem Warnschild am Kabinenholm. Es kam wie es kommen musste. Ganz langsam falle ich mit dem NewHolland in den weichen Schneehaufen, der sich in der 1-Meter-tieferen Grube angesammelt hat. Mir ist nichts passiert. Ich klettere durch die Heckscheibe aus dem Schlepper heraus, der auch keinen Kratzer abbekommen hat. Aber die Musikprobe muss ich abschreiben, bis ich den Traktor wieder aus dem Loch herausgezogen habe. Ich kann also erst bei der zweiten Musikprobe dabei sein! – SCHEIß SCHNEE!

 

 

(Dio)

 

Es war am Freitag den 26.12.2004 in der Hauptversammlung der Agatharieder Blaskapelle, als ein paar junge Musikanten plötzlich auf die Idee kamen, eine Oberkrainergruppe zu gründen. Dies waren der Tubist Seppi, der Klarinetter Leonhard und ich Dionys als Trompeter. Wir waren alle sofort begeistert und überlegten, wer welches Instrument spielen soll, wer noch mitspielen könnte und wo wir proben könnten. Der Hardl hatte den Vorschlag, dass wir  den Hubert aus Sollach fragen könnten, ob er die Trompetenstelle besetzen würde. Ich kannte ihn noch nicht, aber der Hardl ging mit ihm in die gleiche Klasse. Auf meine Anfrage hin sagte er ohne lange zu überlegen ja, da er selbst auch schon die Idee zur Gründung einer Oberkrainergruppe hatte. So, jetzt hatten wir schon fast die komplette Besetzung beisammen. Es ergab sich folgende Einteilung:

Trompete:      Hubert 

Klarinette:     Leonhard 

Akkorden:      meine Wenigkeit

Bariton:          Sepp

Was uns jetzt alls Einziges noch fehlte war der Mann an der Gitarre? Wir hatten keine Ahnung, wer sich dafür interessieren könnte. Aber Hardl meinte nur: „Des griang mia scho“!

Er besorgte auch gleich eine ganze Reihe an Noten. 

Im Februar war es dann soweit, wir planten die erste Probe beim Sepp zuhause. Der Hubert holte mich um 7 Uhr abends ab, worauf wir, wie schon vom Hubert erzählt, eine recht abenteuerliche Fahrt mit kurzem Zwischenstopp im Schneehaufen hatten. Als wir dann endlich beim Sepp ankamen und uns wieder gewärmt hatten, warteten wir nur noch auf den Hardl. Er hat ausrichten lassen, dass er etwas später kommt, weil er noch schneeräumen müsse.

Also fingen wir schon mal zu dritt an.

Wir probierten einige Lieder wie das „Trompetenecho“ und „Auf der Autobahn“, die wir von der Blaskapelle kannten. Es hörte sich gar nicht so schlecht an.

Nach einer Weile klingelte das Telefon. Es war der Hardl und was er uns verkündete, konnten wir kaum glauben: „I wea heid nimma kemma - bin midm Traktor umgfoin und den bring ma nimma auf.“ Als wir uns vergewissert hatten, dass ihm nichts passiert war und auch der Traktor kaum Schaden erlitten hatte, konnten wir uns nicht mehr halten vor Lachen. Wenn das mal nicht ein gelungener Einstand war.

Tja, die erste Probe war somit gelaufen und wir dachten: „Das kann ja nur noch besser werden.“

Ein paar Wochen später trafen wir uns zur 1. gemeinsamen Probe in Pienzenau beim Wirt. Der Hardl hatte während der Zeit anscheinend schon einen Gitarristen gefunden und warnte uns nur vor, dass er einen etwas merkwürdigen Kumpanen mitnehmen wird. Wir waren alle gespannt, was uns erwarten würde und als wir ihn sahen, etwas überrascht. Es kam einer mit längeren Haaren, Bart, fülligem Körperbau und dem Namen Max. Ich war mir anfangs nicht ganz sicher, wie er zu uns passen würde. Aber schon nach ein paar Stunden, als man sich besser kennenlernte, machte es riesigen Spaß. Der Max, oder jetzt auch Spax genannt, war ein humorvoller Zeitgenosse, der immer einen trockenen Spruch auf Lager hatte. Hinzu kam, dass er von Anfang an sehr viel Interesse an einer für ihn "neuen Musik" zeigte. Und das ist auch bis heute so geblieben.

Nun, da wir unseren 5. Mann an der Gitarre dabeihatten, konnten wir endlich richtig zu proben beginnen. Es machte uns sehr viel Freude endlich den vollen Oberkrainersound spielen und hören zu können und offenbar gefiel es auch dem Spax, da er schon kurz darauf zusagte, bei uns zu bleiben.

Also, wir sind beianander. Jetzt kann's los gehen!

 

 

(Graf Sir Max Josef Karl I. alias Spax)

 

 

Bereits seit frühen Kindestagen an maltretierte ich meine 6-saitige Gespielin. Immerfort in Hausham wohnend, ward uns zwei nur die Zweisamkeit 'vergunnt'. Dies sollte sich jedoch bald ändern.

Es war an einem dieser Faschingsbälle im Waitzinger Keller zu Miesbach. Ich ließ meine Gitarre zu Hause im Ständer stehen und machte mich mit meinen Freunden auf den Weg.

Gut "gelaunt" - es muss zu späterer Stunde in der Weinabteilung gewesen sein - kam ich unverhofft mit dem Hardä ins Gespräch. "Du spuist doch Gitarr?". Ich bejahte seine Frage. Naja, und so haben wir uns spontan über´s Musikmachen unterhalten.

Dies war im Februar 2004. Soweit so gut.

 

Im März 2005 ereilte mich dann ein Anruf.

Erst erkannte ich den Burschen am anderen Ende der Leitung nicht, doch bald stellte sich heraus, dass der Leonhard am Apparat war. Er kam sogleich auf unser Gespräch von besagtem Faschingsball zurück. "Mir san auf der Suche noch am Gitarristen fia unser Oberkrainer-Musi. Host Lust?". "Was, Oberkrainer?" war mein erster Ausruf. Mir war diese Musikrichtung bis dato nur vage bekannt, ich kam eher von der "Westernschiene".

Aber ich war trotzdem irgendwie interessiert und so sagte ich erstmal zu und wartete die erste Probe ab.

Wie sich weiter herausstellen sollte, war meine (zögernde) Zusage genau die richtige Entscheidung, denn schon in den ersten Proben kam ich auf den Geschmack. Nicht nur, dass mir die "neue" Musik sehr zusagte, auch das griabige Miteinander mit den vier begabten Kumpanen war für mich das Beste, was mir hat passieren können. Und so blieb es bis heute. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann spielen sie noch heute.

 

Ihr Max Josef Karl I.

 

 

(Sepp)

 

 

Als ich am 2004 zur Jahreshauptversammlung meiner Musikkapelle nach Agatharied fuhr, wusste ich noch nicht, dass dieser Stephani-Tag ein ganz besonderer werden würde.

Wie gewohnt wurden einige Berichte vorgetragen und dabei ein bisschen diskutiert. An unserem Tisch, an dem auch der Dionys saß, gingen die Gespräche über die Mädels und über die Weihnachtsgeschenke. Nun war ich dran und ich erzählte, dass ich einen Oberkrainerbariton zu Weihnachten bekommen habe. Die Anderen staunten nicht schlecht, da sie bis auf den Dionys, mit dem ich schon öfter zu zweit gespielt habe, noch nichts von meiner großen Zuneigung zur Oberkrainermusik wussten.

Und da kam dem Dionys und mir eine Blitzidee. Die Gründung einer Oberkrainergruppe.

Der Dionys als Trompeter und Akkordeonist und ich am Baryton. Aber es fehlt noch ein Klarinettist. Wir blickten in die Runde und da - wir erspähten ihn - den zaundürren Hardl. Trotz unserer Bedenken, ob ein so guter und präziser Blasmusik-Klarinettist wie der Hardl einen pfeifenden Oberkrainersound kennt, weihten wir ihn in unser Vorhaben ein. Nach ein paar Bier, Schnaps und meinem Ansporn, dass ihn dabei die Mädels zu Füßen liegen, war er Feuer und Flamme für das Mitwirken.

So, nun war auch die Klarinettenstelle besetzt, aber uns fiel noch auf, dass der Dio ja nicht Trompete und Akkordeon gleichzeitig spielen kann. Da hatte der Hardl sofort die Lösung parat: "I kenn an Trompeter, an Hubert, der bassad zu uns. Der gehd mid mir in´d Berufschui und mog d´Gsäischaft und s´Bier genauso gern wia mia." Wir kannten ihn nicht, aber wie der Hardl erzählte, musste das ein Mann sein, der zu uns passt. So beschlossen wir, den Hubert einfach mal zu fragen. Nachdem er ganz spontan bejahte, machten wir gleich den 1. Probentermin bei mir zuhause fix.

Der Tag war gekommen und ich wunderte mich schon, wo die alle bleiben, weil um dreiviertelacht noch keiner da war, obwohl halbacht ausgemacht war. Dann kam der Anruf vom Dionys, dass er und der Hubert 500m vor unserem Hof im Schneehaufen steckengeblieben sind. Ich lachte mich erst halb kaputt, bevor ich meinem Papa rufen konnte, dass wir sie mit dem Traktor aus dem Graben ziehen müssten.

Als das Abschleppmanöver vorbei war, wärmten wir uns erstmal in unserer Stube bevor es richtig losging. Vom Hardl wussten wir nichts, also fingen wir solang zu dritt an.

Bis uns dann sein Anruf ereilte, dass er auch ein mittleres Malheur veranstaltet hat und deshalb nicht mehr kommen kann. Trotz der Pannen spielten wir noch ein paar Stunden und begossen anschließend unsere erste Probe mit Bier und Schnaps.

 

"So wia sich´s g´head."

 

 

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